Leserbrief an HiAZ zur Aussagen der CDU im Wahlkampf

Ein Beitrag von Heike Schabig – Ratsmitglied und stv. SPD-Stadtverbandsvorsitzende

 

Ja, liebe CDU, verlieren tut weh. Das weiß auch die SPD.

Wenn man selbst den eigenen Kandidaten als den Geeignetsten sieht, aber die Bürger_innen das anders bewerten, man nennt das Demokratie, sollte man sich spätestens dann fragen, was schiefgelaufen ist. Unfaires Nachtreten, wie das die CDU gerade tut, wird die Bevölkerung schon richtig einordnen, da bin ich mir sicher.

Der CDU geht es angeblich um das Wohl und die zukünftige Ausrichtung der Stadt Bad Salzdetfurth, nein, sie lecken ihre Wunden und meinen, dass es für sie erträglicher wird, wenn andere diskreditiert werden. Schlechter politischer Stil!

Schon nach der Wahl am 16.12.18 wurde den Bürger_innen indirekt die Schuld an der CDU-Wahlschlappe gegeben, indem die CDU in erster Linie nicht ihr Ergebnis enttäuschend fand, sondern die geringe Wahlbeteiligung.

Und immer wieder wird der SPD einen rauen Ton der CDU gegenüber angelastet. Ich frage mich bloß, wann und wo? Es gibt von uns keine negativen Aussagen, weder zu dem CDU- Kandidaten noch zu zum unprofessionellen Wahlkampf. Wir haben uns auch nicht an der allgemeinen Anmache der Kandidaten untereinander beteiligt.  Die Aussage Koschorrkes, auf seine „ehrlichen Worte“ auch Anfeindungen bekommen zu haben, ist typisch. Kann es sein, dass von Anderen ausgesprochene „ehrliche Worte“ von der CDU als Anfeindung tituliert werden?

Die CDU sollte sich fragen, was sie hätte besser machen können. Vielleicht ist das unfaire Verhalten während des gesamten Wahlkampfes ja nicht gut angekommen, dann lag es aber an der CDU vor Ort, weniger am Kandidaten. Oder aber der Kandidat war doch nicht so kompetent, dann haben sie den Falschen ausgesucht.

Alles Entscheidungen der CDU vor Ort, nicht der Wähler_innen in Bad Salzdetfurth. Und auch nicht der SPD.

Wir hatten einen guten Kandidaten, dem letztendlich leider 202 Stimmen zum Sieg fehlten. Wir akzeptieren die Entscheidung der Bürger_innen und freuen uns auf eine sachbezogene Auseinandersetzung mit dem neuen Bürgermeister von Bad Salzdetfurth.